Weltgebetstag 2020 aus Simbabwe: Steh auf und geh!

Am Freitag, dem 6. März 2020 um 16:00 Uhr im Pfarrhaus Baalsdorf, und um 18:00 Uhr im Gemeindesaal Sellerhausen

In Baalsdorf gibt es im Anschluss an die Feier des Gottesdienstes ein geselliges Zusammensein mit kulinarischen Köstlichkeiten
Im Gemeindesaal Sellerhausen gibt es nach Ländervorstellung und Gottesdienst gemäß der Gebetsordnung ein gemeinsames Essen. Die musikalische Umrahmung gestaltet dort die Band OSTLICHT!
Starke Frauen aus Simbabwe rufen uns zu: „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“ Frauen, die es selbst nicht leicht haben, denn das Leben in Simbabwe ist nicht einfach. Simbabwe ist eine Republik im südlichen Afrika, zwischen Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik. Entstanden im 13.Jahrhundert. Großteils herrscht subtropisches Klima. Mit einer Größe von ungefähr 390.000 km² ist es etwas größer als Deutschland. Von den 14 Mio. Einwohnern leben 1,6 Mio. in der Hauptstadt Harare. Seit 2000 hat das Land mit einem wirtschaftlichen und politischen Niedergang zu kämpfen. Nahrungsmittel verteuerten sich, Devisen fehlten für den Import und die Inflation stieg ins Unermessliche. 90 % der Menschen haben keine feste Arbeit. Es begann eine bis heute anhaltende massive Abwanderung in die Nachbarländer und nach Übersee. Im Januar 2019 erreichte die Wirtschaft einen neuen Tiefpunkt. Offiziell garantiert Simbabwes Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Doch noch immer herrscht eine große Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch weit verbreitete Polygamie und der Zwangsverheiratung von minderjährigen Mädchen, deren Zugang zu Bildung somit stark beschränkt ist. Besonders schwer haben es Witwen, die oft nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben werden und keinen Anspruch auf das Erbe haben. Sie stehen vor dem Nichts. wie geht das überhaupt, so zu (über-)leben? Die Antwort steht im Gottesdiensttext: Es geht nur, wenn die Hoffnung stärker ist als alle Schwierigkeiten, wenn das Vertrauen auf eine bessere Zukunft die Enttäuschung entkräftet. „Steh auf, nimm deine Matte und geh!“: Diese Aufforderung Jesu an den Kranken am Teich von Bethesda fordert uns auf: Wir sollen uns nicht fürchten, nach Gottes Wort zu handeln und Wege zu beschreiten, die zu einer persönlichen und gesellschaftlichen Veränderung beitragen, die Gott uns eröffnet. In die weltweite Gebetskette der Frauen im März wollen wir uns einreihen und den Frauen aus Simbabwe eine Stimme geben.