Unser neuer Friedhofsverwalter für Baalsdorf-Mölkau und Paunsdorf stellt sich vor

Mich vorzustellen, das bedeutet vor allem: weglassen. Immerhin bin ich jetzt schon so lange Bundesdeutscher, wie ich zuvor DDR-Bürger war. Einige biografische Stichworte sind: Christ, Pflanzenfreund, Gärtnermeister, Bausoldat, Familienvater, Tubist im Posaunenchor Borna, heimatverbunden, anerkannt als politisch Verfolgter.
Aufgewachsen in Borna, bin ich nach einigen Umzügen in Sachsen 1995 auch wieder dort gelandet – als Friedhofsverwalter. Nun darf ich also in meiner Geburtsstadt Leipzig arbeiten, speziell auf den Mölkauer Friedhöfen. Das sehe ich als vielschichtige, spannende und interessante Aufgabe: zwischen Grün und Gräbern, zwischen Tod und Hoffnung, mit engagierten Vorgesetzten und Kollegen im Kirchspiel, zwischen Gestaltungsanspruch und Kostendruck, zwischen hoheitlichen Aufgaben und gewerblichen Partnern, zwischen Friedhofsordnung und Nutzervorstellungen …
Die nötige Energie kommt neben Gebet und guten Wünschen auch aus der Weisheit der Vorfahren, z.B. diesem Satz von Søren Kierkegaard: „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts. “
Thomas Brandenburg