Das Geläut der Baalsdorfer Kirche hat erhebliche Schäden und ist am Ende seiner Nutzungsdauer angekommen.

Ursprünglich, bis 1917, hatte Baalsdorf ein sehr hochwertiges, gut erfasstes, 3-stimmiges Glockengeläut mit einer sogenannten „Heinrichsglocke“ aus dem 13. Jahrhundert. Die größte Glocke, von 1496, mit einem Durchmesser von 1,095 m und einer Höhe von ca. 83 cm, trug die Inschrift:
Die zweite, 85 cm im Durchmesser, ca. 65 cm Höhe messende Glocke trägt die mehrfach vorkommende Inschrift:
Im Handbuch der kirchlichen Kunst-Archäologie wird Thidericus als Glockengießer zu Lühnde bei Hildesheim inschriftlich 1278 angegeben. Die Inschrift lautet dort:

Die kleinste Glocke, 48 cm unterer Durchmesser, ca. 40 cm Höhe, ohne Zeichen, gehörte der Form nach ebenfalls dem 15. Jahrhundert an.
Am 10. September 1917 wurden diese drei Bronzeglocken der Baalsdorfer Kirche mit einem Gesamtgewicht von 1035 kg  an das Lager der Kriegsmetall-Aktiengesellschaft abgeliefert.

Als Ersatz lieferte die Firma I.F.Weule in Bockenem / Harz bis 31. Oktober 1917 drei Eisenhartgussglocken, die bis heute in Betrieb sind. Die große Glocke hat mit einem unteren Durchmesser von 105 cm ein Gewicht von 605 kg, der Schlagton dieser Glocke ist C.

Die mittlere Glocke wiegt 330 kg und hat einen Durchmesser von 85 cm. Ihr Schlagton ist F.
Die kleine Glocke hat ein Gewicht von 172 kg, einen Durchmesser von 68 cm und den Schlagton As.

Die Glocken hängen an gekröpften Stahljochen in einem Holzglockenstuhl. Das Geläut hat eine Gesamthöhe von 20 m. 1940 wurde das Geläut erstmalig mit Elektromotoren durch die Firma Friedrich Plagens aus Berlin-Steglitz ausgestattet, da es immer schwieriger wurde, Erwachsene oder Jugendliche zur manuellen Betätigung des Geläutes zu finden. Diese Läuteanlage wurde im Laufe der Jahre immer schadhafter, so dass 1980 auf dem Importweg eine elektrische Läuteanlage Concordia super von der Firma Philipp Hörz aus Ulm beschafft wurde.

Nachdem wir von Herrn Kreß, dem Glockensachverständigen im Regional­kirchenamt Leipzig, fachlich beraten und unterstützt wurden, haben wir uns als Kirchgemeindevertretung Baalsdorf-Mölkau dazu entschlossen, den unvermeidlichen Neuguss eines Geläutes aus Bronze anzustreben. Dies wird einigen Aufwand an fach­kundiger Vorbereitung erfordern. Ebenso muss die Bereitstellung der Finanzmittel bedacht werden.

Dafür möchten wir ein neues Spendenprojekt starten und bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung.

Das Thema Glocken wird bei der Familienkirche am 7. April in Baalsdorf ein wichtiges Thema sein.

SPENDENKONTO

Inhaber: Kirchgemeinde Baalsdorf-Mölkau
IBAN: DE33 8605 5592 1158 7000 20
Institut: Sparkasse Leipzig
Spendenzweck: Glocken Baalsdorfer Kirche / Name des Spender / Adresse
(wenn eine Spendenbescheinigung gewünscht wird)
Für alle Spenden bis zu einem Betrag von 200 € gilt der Kontoauszug als Nachweis beim Finanzamt. Für alle anderen Spenden stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus.